Solaranlage nach dem Winter auf Schäden prüfen

 

Sie haben genug vom grauen Wetter? Ihre Photovoltaik-Anlage auch. Auch wenn der Winter eher mild war und kaum Eis und Schnee auf den Dächern abgelegt hat, kann die harte Witterung der Photovoltaikanlage geschadet haben. Stürme haben vielleicht Verankerungen gebrochen. Vögel und Silvesterraketen können die Module verschmutzt haben. Das alles kann dafür sorgen, dass die Stromerträge im kommenden Frühjahr und Sommer niedriger ausfallen als gewohnt. Daher ist es ratsam die Anlagen zum Winterende zu überprüfen.

Generell gelten die Komponenten einer Solaranlage als langlebig und einfach in der Wartung. Dennoch sollte eine regelmäßige Anlagenkontrolle vorgenommen werden. Diese können zum Teil vom Anlagenbetreiber selbst vorgenommen werden, zum Teil muss der Fachbetrieb ran. Größere Schäden kann man zum Beispiel schnell vom Dachfenster aus erkennen. Auch hochauflösende Aufnahmen mit einer Digitalkamera sind eine Option, um vom Boden aus sichtbaren Beschädigungen zu erkennen.

Verschmutzung als häufige Ursache für Energieverlust bei Photovoltaikanlagen

Eine häufige Ursache für zu niedrige Erträge sind Verschmutzungen der Module. Das Licht bleibt in den Schmutzpartikeln hängen und kann in den Zellen nicht in Strom umgewandelt werden. Durch die schmutzabweisenden Schichten löst sich Staub und anderer Dreck in der Regel beim nächsten Regenschauer. Sollte dennoch ein dünner Film den Stromertrag mindern, ist eine Reinigung unbedingt notwendig.

Ein weiterer und wichtiger Bestandteil der Wartung ist die Wartung des Wechselrichters. Wechselrichter haben in der Regel eine Lebenserwartung von sechs bis zehn Jahren. Sie gehören allerdings auch zu den Bauteilen die großen Belastungen ausgesetzt sind.

So können zum Beispiel die internen Temperaturen zu hoch sein, oder elektrische Überlastungen auftreten. Daher ist die Kontrolle eines Wechselrichters besonders wichtig. Vergleichen Sie Ihre Werte immer unbedingt mit den Vorjahreswerten, um Leistungsänderungen der Anlage zu erkennen.

Gemeinsam mit dem Wechselrichter sollte auch der Zähler der Solaranlage in einem regelmäßigen Turnus geprüft werden. Nur so kann die genaue Erfassung des Stroms sichergestellt werden. Wird der erzeugte Strom nicht korrekt gezählt, so kann es passieren, dass Stromertrag verloren geht.

Leitungen der Photovoltaikanlage optisch überprüfen

Natürlich dürfen auch die Leitungen der Photovoltaikanlage nicht vernachlässigt werden. Die höchste Priorität sollte dabei sein, die freiliegenden Leitungen optisch auf Defekte zu prüfen. Um auch die restlichen Leitungen und Ummantelungen auf eventuelle Schäden zu kontrollieren, bedarf es einer messtechnischen Prüfung.

Letztlich empfiehlt es sich auch die Unterkonstruktionen der Solaranlage unter die Lupe zu nehmen. Die Bauteile, welche die gesamte Anlage auf dem Dach sichern, nennt man Unterkonstruktion oder Gestell. In der Regel sind diese Teile aus Edelstahl oder leichtem Aluminium. Daher haben sie eine lange Lebensdauer. Je nachdem wo Ihre Photovoltaikanlage aufgebaut wurde, beeinflussen die klimatischen Umstände die Lebensdauer der Unterkonstruktionen. Steht Ihre Solaranlage zum Beispiel am Meer, dann erhöht sich der Salzgehalt der Luft. Das greift die Unterkonstruktion eher an, als eine Anlage in der Stadt. Untersuchen Sie die Konstruktion daher regelmäßig auf Schäden.

Registrieren Sie keine auffälligen Werte für Ihre Anlage, dann ist eine jährliche, professionelle Kontrolle nicht nötig. Es ist dann sinnvoll die Anlage alle zwei bis drei Jahre prüfen zu lassen. Das gilt übrigens auch für die Überprüfung und Wartung von Solarthermieanlagen für Warmwasser. Bei Stromspeichern reicht dies alle drei bis vier Jahre.

Sie möchten wissen, wie sich eine Photovoltaikanlage auf den Wert Ihrer Immobilie auswirkt? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Nicht fündig geworden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaikanlage

https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/ee_solarthermie_anlagenliste.html

https://www.bafa-förderung.de/foerderantraege.htm

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © funix/Depositphotos.com

 

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